Bossa Nova Bassbuch

Hier Findest du die Playlists zu meinem in kürze erscheinenden
Bossa Nova Bassbuch.

 

 

 

 

 

 

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Die Playlists sind im Augenblick noch „work in progress“

Hier ist der Link zu der Playlist bei Spotify

 

Hier der Link zur Playlist bei YouTube

 

 

Meine 6 Geschenktipps für Weihnachten und mehr.

Vielen Dank an alle die mein Crowdfunding Projekt Bossa Nova Buch unterstützt haben.

Ich freue mich sehr darüber das Projekt Anfang des nächsten Jahres abzuschließen.

Nächstes Jahr wird auch mein Projekt

12 Monate -12 Tonarten starten. Wahrscheinlich hat jeder sich schon einmal mit Tonleitern beschäftigt….. Aber mit allen?…. Das ist ja langweilig.

Aus diesem Grunde geht in der Reihe, die für dich kostenlos ist, darum Jeden Monat ein Stück in einer anderen Tonart kennen zu lernen.

 

Jetzt ist aber erst einmal Weihnachten.

Schon?

Noch nicht.

Aber Bald.

 

Hier sind meine 6 Geschenktipps Für Weihnachten

 

  1. Ein neues interessante Buch über den Kontrabass und seine Entwicklung gibt es von Jonas Lohse.

 

 

 

 

 

 

http://jonaslohse.de/bassbuch/

 

  1.  Bei diesem DVD Kurs von Viktor Wooten erfährst du alles über Musik was sonst keiner sagt.

 

 

  1. Eines der besten Harmonielehrebücher die Ich kenne gibt es von Frank Sikora. Hier geht es unter anderem auch darum wie das Ganze gehört und auf dem Instrument umgesetzt werden kann.

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  1. Ein Cooles T-Shirt ist auch nie verkehrt.


 

 

  1. Natürlich will ich hier auch auf mein Büchlein hinweisen in dem du viel über Jazzbassisten und Jazzbassspielen erfahren kannst.

 

  1. Für alle die noch ein Geschenk für Leute suchen die schon alles haben, dass nichts mit Musik zu tun hat sei hier Oxfam Unverpackt empfohlen. Damit Hilfst du gleichzeitig Menschen die nicht schon alles haben.

https://unverpackt.oxfam.de/

 

 

 

Deine Hilfe für ein neues Bassbuch

Jetzt ist es soweit, mein neues Bassbuch geht bei Startnext in die Finanzierungsphase und ich würde mich sehr darüber freuen, wenn du mich hier unterstützt damit dieses Projekt realisiert werden kann.
Bei den meisten Bassbüchern geht es nur darum welche Töne wann gespielt werden. Ich denke jedoch, dass Musik mehr ist als „richtige Töne“ in der „richtigen Reihenfolge.“ Daher will ich bei dem Bossa Nova Bassbuch einen andern Weg gehen. Das Buch soll aus 2 Teilen bestehen:

  • Der erste Teil beschäftigt sich mit der Geschichte der Bossa Nova und bespricht die wichtigsten Aufnahmen.
  • Im zweiten Teil geht es um die Praxis und wie du selbst authentisch Bossa Nova begleiten kannst.

Ich freue mich über deine Unterstützung für ein Projekt das eine Stilistik wie die Bossa Nova als Ganzes mit Ihrem Umfeld betrachtet und in dem es um mehr geht als richtig Noten zu spielen.
Hier geht es zum Projekt bei Startnext
https://www.startnext.com/bossa-nova-bassbuch

Tipps für einen entspannten Gig

Alle Stücke gut drauf? Die Band groovt? Der Gig steht? Dann nichts wie los und hoffen, dass es ein schöner Abend wird. Um die Wahrscheinlichkeit dafür zu erhöhen, gibt es diverse Dinge, die man im Vorfeld beachten kann.

 

Glücklich, wer auf großen Festivals spielt, mit einem Nightliner reist und genügend Personal hat. Die Realität sieht meistens anders aus. Keine Roadies, kein persönlicher Betreuer und oft auch kein Tontechniker. All dies und noch viel mehr hat der Musiker selbst zu erledigen. Trotzdem kann man es meist stressfrei angehen, wenn man ein paar grundsätzliche Dinge beherzigt.

Eines noch vorweg: Die meisten Veranstalter stehen nicht auf arrogante Superstars. Klar, wenn man den Status eines Superstars erreicht hat, kann man sich alles erlauben. Die Regenbogenpresse freut sich darüber. Für alle anderen bedeutet das meist nur: „Das war der letzte Gig in der Location“. Auf der anderen Seite kann man sich mit nettem Verhalten und natürlich auch guter Musik ein Netzwerk aufbauen – und spielt dann nächstes Jahr wieder im gleichen Club. So wird der Booking-Aufwand immer ein bisschen weniger.


Schon vor dem Gig beim Packen gibt es ein paar Dinge zu beachten. Neben Bass und Verstärker sollte auch Folgendes mit dabei sein:

 

  • Ersatzkabel
  • Ersatzsaiten
  • Ersatzbatterie (für aktive Bässe)
  • Ersatzsicherung für den Amp
  • Stimmgerät
  • Demo-CD und Infomaterial der Band
  • Kabeltrommel

 

Je nach Gig kommen dann noch ein paar spezielle Sachen wie Bühnenkleidung oder ähnliches dazu. Gibt es Noten zum Lesen, sind eine Notenpultleuchte und ein stabiler Notenständer natürlich immer eine gute Idee.

 

Empathie

Haben alle den Weg zur Location gefunden, gilt es zunächst den Aufbau für den Abend festzulegen. Hier gibt es natürlich je nach Veranstaltungsort spezielle Anforderungen, die gemeistert werden wollen. Gerade bei kleinen Kneipengigs ist es oft eine Herausforderung, mit wenig Platz aufzukommen. Hier ist es meist sinnvoll, sich in die Lage des Veranstalters zu versetzen. So steht zum Beispiel jeder Tisch, der wegen der Band heraus muss, nicht mehr für zahlende Gäste zur Verfügung. Generell stehen die meisten Clubbesitzer nicht sonderlich darauf, wenn die Bands den  Laden umräumen. Stellt euch vor, wie ihr das fändet, wenn ihr ein paar Gäste zu euch einladet und diese, während ihr in der Küche seid und Bier holt, euer Wohnzimmer umstellen.

 

Nachdem ich meine Anlage aufgebaut habe und alles sauber um mich herum liegt und steht, mache ich meist einen kleinen Mini-Soundcheck für mich. Das kein Üben! Hier geht es nicht darum, mal zu zeigen was ich alles an tollen Licks geübt habe, um meine Mitmusiker zu beeindrucken. Lieber einmal ein paar lange Töne spielen und hören, wie diese in dem jeweiligen Raum wirken. Bei größeren Räumen und besonders bei Kirchen spiele ich auch gerne ein paar sehr kurze Noten, um herauszufinden, wie der Raumhall sich verhält. Dabei versuche ich zunächst meinen eigenen Sound zu finden, der mir gefällt und sich mit der Bass-Drum des Schlagzeugers gut verträgt. Gerade in akustisch schwierigen Räumen ist es  vorteilhaft, den Tieftonbereich nicht zu fett zu machen. Dafür lieber etwas mehr obere Mitten hinzufügen. Diese helfen meist bei Durchsetzungsfähigkeit und Transparenz. Habe ich meinen Sound gefunden, ist es entweder Zeit dafür die Setliste durchzugehen oder, wenn kein Tontechniker vorhanden ist, beim PA-Aufbau zu helfen.

 

Gut verkabelt

Immer wenn der Bass über eine PA-Anlage läuft, stellt sich natürlich die Frage: „Wie kommt das Signal in den Mixer?“ Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Mikrofon oder Line. Gerade bei E-Bass-Signalen wird der Einfachheit halber meist auf die Mikrofon-Variante verzichtet und das Line-Signal bevorzugt. Um Brummen und andere Störgeräusche klein zu halten, funktioniert das eigentlich immer über sogenannte symmetrische Kabelverbindungen: XLR-Stecker. Da das normale Gitarrenkabel jedoch nicht symmetrisch ist und einen Klinkenstecker hat, muss die Kabelverbindung zunächst angepasst werden. Das geschieht in der Regel mit einer DI-Box. Hier gibt es folgende Varianten:

– DI-Box zwischen Bass und Verstärker: Hier kommt das Bass-Signal ins Pult und der Amp-Sound ist ausschließlich für die Bühne.

– DI-Box an den Line-Ausgang des Amps: Denn dann ist der Eigen-Sound des Verstärkers auch auf dem Weg zum Pult.

Ein schneller und konzentrierter Soundcheck mit der Band sorgt auch meist für Entspannung und ein gutes Gefühl. (Zudem ist man schneller am Buffet) Meist ist der Schlagzeuger zuerst an der Reihe und danach der Bass. Das heißt für unsere Zunft: Ist der Trommler mit der Bass-Drum dran („Bum  Bum“) dann ist es keine gute Idee, Zigaretten kaufen zu gehen oder draußen noch ein paar Telefonate zu führen. Lieber mal in der Nähe bleiben. Ist der Gesang an der Reihe, dann verziehe ich mich gerne mal ein wenig aus der Schussbahn der Lautsprecher. Ohne meinen Tontechniker-Kollegen zu nahe treten zu wollen – ein böses Feedback ist selbst bei Profis oft mal der Fall („Pfeif“).

 

Große Ohren

Auch dann sollte man jedoch nicht zu weit von der Bühne entfernt sein, um zum eigentlichem Band-Soundcheck wieder rechtzeitig da zu sein. Nun sind „große Ohren“ gefragt: Nicht viel herumdaddeln, songdienlich spielen und sich fragen „Höre ich alle Kollegen gut?“ Denn jetzt ist noch Zeit, etwas zu ändern, später nicht mehr. Stellt man erst beim Konzert fest, dass man die Gitarre oder die Bass-Drum nicht richtig hört, wird es meistens schnell stressig und der Groove leidet.

 

Soviel zu meinen Tipps für eine entspannte Konzertvorbereitung. Ich freue mich natürlich  über Feedback unter workshop@thomasbugert.de.

Playalongs und Videos mit Youtube langsamer abspielen

 

 

YouTube ist eine feine Sache und gerade zum Bass-Üben manchmal nicht mehr wegzudenken.

Manchmal gibt es jedoch das Problem, dass die Stücke einfach einen kleinen Tick zu schnell sind um gut mitzuspielen zu können. Die traditionelle Methode ist hier, dass stück mit dem Metronom in einer Geschwindigkeit zu spielen die gut machbar ist und dann das Tempo langsam zu erhöhen.

Es gibt aber auch bei YouTube die Möglichkeit Videos langsamer abzuspielen. Die Tonhöhe bleibt hier gleich.

Klicke zunächst auf das Zahnrad rechts unten.

 

Bass üben mit YouTube Schritt 1

 

 

 

 

 

 

 

Es öffnet sich ein Bedienfeld. Klicke hier auf Geschwindigkeit.

 

Bass üben mit YouTube Schritt 2

 

 

 

 

 

 

 

Hier kannst du einstellen ob das Video in der Standardgeschwindigkeit, schneller oder Langsamer abgespielt werden soll.

Bass üben mit YouTube Schritt 3

 

 

 

 

 

 

 

Wenn du die Geschwindigkeit auf 0.75 einstellst, kann das gerade beim lernen von Basslinien eine Möglichkeit sein mit dem Song zu spielen. Das Ganze klingt dann zwar manchmal ein wenig psychedelisch, aber das kann ja auch ganz lustig sein 😊

Stormy Monday Bluesbass

 

 

Im Bassquaterly Juli/August 2018 gibt es einen Bluesbass Workshop

Hier sind die Links zu den Songs:

 

 

Bereits im Heft Mai/Juni gab es den ersten Teil des Workshops

 

 

Viel Spass beim Bluesbass üben!

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Interview mit Richard Bona

2006 traf ich Richard Bona am Rande des Enjoy Jazz Festival. Der Ausnahmebassist hatte bis dahin  gemeinsam mit Joe Zawinul, Mike Stern, Bobby Mc Ferrin, Herbie Hancock und Harry Belafonte gespielt, um nur Einige zu nennen. Darüber hinaus hatte der “Sting Afrikas“ mit „

 

 

Du hast schon sehr früh begonnen Musik zu machen.

Richard Bona: Ich bin in Kamerun geboren, meine Eltern waren Musiker. Ich wuchs mit viel Musik auf und begann Musik zu machen, als ich 3 Jahre alt war.

 

Ein sehr frühes Alter.

Richard Bona: Ich bin in einer schönen Landschaft geboren. Es gab dort nicht viele Attraktionen, kein Fernsehen und Videospiele. Man konnte nur Fußball spielen oder Musik machen und Musik hat mich am meisten interessiert, da meine Eltern Musik gemacht haben.

 

Mit welchem Instrument hast du begonnen?

 Richard Bona: Ich begann mit dem Balafon, das ist ähnlich dem Marimbafon.

Wann hast du angefangen Gitarre zu spielen?

Richard Bona: Als ich sieben war wechselte ich zur Gitarre. Ich habe einen Touristen mit einer akustischen Gitarre gesehen, der durch unser Dorf kam. Da habe ich mir meine erste Gitarre selbst gebaut.

 

Und wann bist du dann zu Bass gewechselt?

Richard Bona: Als ich 17 war. Ich war zu der Zeit bereits professioneller Gitarrist. Ein Franzose kam zu mir, der einen Jazzclub eröffnen wollte. Er wollte mich engagieren und hörte sich meine Band an. Wir spielten aber keinen Jazz sondern afrikanische Popmusik. Er sagte zu mir `Ich eröffne einen Jazzclub und dafür brauche ich eine Jazzzband`. Ich sagte zu ihm: ´Ich habe keine Ahnung was das für Musik ist, aber wenn Du mich engagierst, werde ich die Musik lernen.`

Ich ging zu ihm nach Hause, wo er eine große Jazzplattensammlung hatte. Er sagte zu mir: `Such dir eine aus, die Du hören willst.` Ich zog eine heraus und es war Jaco`s (Jaco Pastorius) Portrait of Tracy. Da waren 400 LP ´s und ich zog diese heraus.


 

Das war der Punkt, an dem du angefangen hast Bass zu spielen?

Richard Bona: Das war das erste Mal als ich Jaco hörte. Das war der Grund, warum ich angefangen habe Bass zu spielen.

 

Hast du den Job dann bekommen?

Richard Bona: Ja, den habe ich dann bekommen. Wir spielten nur Songs von Jaco.

 

Das ist natürlich eine super Schule.

 

Richard Bona: Ja! Wir spielten das jeden Abend.

 

Danach bist du nach Europa gekommen. Zunächst nach Düsseldorf, oder?

Richard Bona: Ja ich war kurz in Düsseldorf. Aber es war schwierig dort Connections zu bekommen.

Ich bin aus einem Land in dem französisch gesprochen wird. Deswegen bin ich dann nach Frankreich. Es gibt dort mehr Leute aus Kamerun. Dort blieb ich für 6 Jahre und ging dann nach New York.

 

Was war der Grund für dich nach New York zu ziehen?

Richard Bona: Ich bin ein Player. Die Leute denken viel in Europa. Das ist ein kultureller Unterschied. Sie wollen die Dinge richtig machen und denken eher darüber nach. Ich liebe es die Dinge einfach zu tun und zu spielen. Ich will nicht so viel über die Projekte nachdenken. Ich brenne darauf zu spielen. Das ist eben ein kultureller Unterschied.

 

Was war Dein erstes Engagement in New York?

Richard Bona: Mein erstes großes Engagement war bei Joe Zawinul. Zuvor hatte ich in ein paar Clubs gespielt.

 

Ich nehme an, dass es ist nicht leicht ist, als Musiker einen Fuß in New York auf den Boden zu bekommen.

Richard Bona: Ich weiß nicht. Es war nicht schwierig für mich. Aber ich kann nur für mich sprechen. Als ich nach New York ging, spielte ich zwei Wochen später mit Joe Zawinul, dann mit Randy Brecker, mit Larry Corell und war einen Monat nachdem ich in New York angekommen war Musical Director von Harry Belafonte. Ich hatte nie das Gefühl, dass es wirklich hart war.

 

Eins ergab das Andere.

Richard Bona: Ja, nach ein oder zwei Monaten musste ich Jobs ablehnen. Ich war kein Millionär, aber ich habe das gemacht was ich wollte. Alles andere kam dann nach und nach. Ich spielte dann mit Chaka Kahn, David Sanborn, Bobby Mac Ferrin, Herbie Hancock, Mike Stern und so weiter. All das hat sich ganz natürlich entwickelt. Ich glaube für mich war es einfach, weil New York zu mir passte. Alle Leute mit denen ich spielen wollte waren dort.

 

Wie kam es dann zu deiner ersten CD?

Richard Bona: Columbia (Records) kam zu mir und wollte mich unter Vertrag nehmen. Ich hatte einige Songs geschrieben, aber wollte keine Platte herausbringen, bevor ich ein gutes Angebot hatte. Ich war ein sehr beschäftigter Sideman. Ich wollte keine Solokarriere starten, bevor ich ein sehr gutes Angebot hatte.

 

Wie komponierst du?
Richard Bona: Ich spiele viele Instrumente und das Schreiben fällt mir leicht. Es stockt manchmal, wenn ich ein Instrument länger als zwei Stunden spiele. Dann muss ich wechseln. Ich kann kein Instrument länger spielen. Nicht einmal Bass. Der schwierigste Part sind immer die Texte.

 

Deine CD ´s klingen auch immer nach Afrika.

Richard Bona: Die Musik muss nach Dir klingen. Die meisten Leute hören mich als Sideman von Joe Zawinul, Mike Stern, Randy Brecker oder so und stempeln mich als Jazzmusiker ab. Ich habe aber einen großen Background an Musik, den ich nicht ausradieren kann. Er ist in mir und ich kann ihm nicht entkommen. Ich bin Richard Bona. Ich habe die Möglichkeit gehabt von vielen Musikern zu lernen. Ich bin nicht dazu gemacht dasselbe über viele Jahre hinweg zu machen. Ich brauche Abwechslung. Auch mit meiner eigenen Band. Ich toure eine Weile und dann mache ich etwas anderes.

 

Abwechslung ist für Dich das Wichtigste.

Richard Bona: Ich will immer verschiedene Sachen hören. Das ist auch bei meiner Musik so. Die Sachen sind live anders als auf der Platte. Dieselben Dinge langweilen mich schnell – das ist meine Natur.

 

Du bist in Afrika geboren, hast in Europa gelebt und bist jetzt in Amerika. Wo fühlst Du Dich zuhause?

Richard Bona: Mein zuhause ist die Welt. Ich fühle mich nicht wie ein Fremder hier, ich fühle mich hier zuhause. Ich habe als Musiker die Aufgabe hinauszugehen und dafür zu sorgen, dass die Leute sich gut fühlen. Schau dir Picasso an, er gehört auch nicht zu einem Land. Mozart auch nicht. Sie sind freie Geister. Sie berühren überall die Herzen der Menschen. Musik hat keine verschiedene Sprachen und kennt keine Grenzen. Musik ist immer spirituell. Ich war in Südkorea und habe mit Leuten gejammt. Ich kannte sie nicht und wir sprachen nicht die gleiche Sprache. Wir spielten zusammen, danach tranken wir gemeinsam ein Bier und tauschten Telefonnummern aus. Wir waren Freunde geworden. Das passiert nicht im realen Leben. Wenn ich ihm auf der Straße begegnet wäre, hätte ich ihn nicht gesehen. Aber mit Musik sind wir wie Brüder. Musik ist so stark und verbindet Menschen. Deswegen denke ich alle Menschen sollten Musik machen. Wenn wir Musik machen, führen wir keine Kriege. Mein Großvater erzähle mir: `Wenn du Musik machst, bist du ein anderer Mensch` Musik hat eine spirituelle Botschaft. Sie verbindet uns mit Gott – ohne Zweifel. Sie verbindet Dich mit einer höheren Kraft. Manchmal hörst Du einen Song und verstehst den Text nicht. Ich mache mir dann meine eigene Geschichte, die anders als der Text ist. Das führt mich irgendwo hin. Es erinnert mich zum Beispiel an Irgendjemanden. Mein Leben ist direkt mit Musik verbunden.

 

Du unterrichtest auch in New York.

Richard Bona: Ich unterrichte an der New York University.

 

Was sagst du deinen Studenten was das Wichtigste ist, um ein guter Bassist zu werden?

Richard Bona: Das Wichtigste ist die Leidenschaft für das was sie tun wollen. Auch wenn es keine Musik ist. Sei sicher, dass du liebst was du machst. Das ist der einzige Weg wie du besser wirst.

Wenn Du ein Kind unterrichtest das es liebt zu kochen, lass es Koch werden. Du wirst das Kind nicht dazu bringen Bundeskanzler von Deutschland zu werden. Falls Du es doch schaffst, wird es den Job nicht gut machen. Leidenschaft ist alles.

 

Ich denke, die meisten Studenten die zu dir kommen wollen Musiker werden.

Richard Bona: Ja, aber manchmal ist es keine richtige Leidenschaft. Ich sage ihnen: `Wenn Du Musik machst um gut auszusehen oder so, dann solltest Du nicht in meiner Klasse sein. Ich weiß, das hört sich hart an. Ich will mit Leute arbeiten, die wirklich Leidenschaft für die Musik haben. Wir spielen dann eine Menge.

 

Unabhängig von Stilistiken, nehme ich an.

Richard Bona: Ich lehre sie Alles, was ich weiß. Sie sollten auch ALLES was sie mögen zu spielen lernen: Bass, Gitarre, Klavier. Auch wenn es nicht ihre Instrumente sind, sollen sie es übertragen. Sie sollen alles spielen, und nicht faul sein. So werden sie gut. Ein Student meinte einmal zu mir. `Das ist zu hart jeden Tag zu spielen.` Ich sagte daraufhin: `Ja, du isst jeden Tag, dann kannst du auch jeden Tag spielen.` Es ist auch wichtig, die verschiedensten Stile auszuprobieren. Wie im Leben auch. Durch die Verschiedenartigkeit lernst du mehr. Wenn alle deine Freunde im gleichen Land wie du geboren sind, lernst du nicht so viel. Sie sprechen alle die gleiche Sprache, essen alle das gleiche Essen und so weiter. Wenn du zum Beispiel Leute aus Indien kennen lernst, werden sie dir zeigen, wie sie essen, wie sie sprechen und vieles mehr. Du wirst begeistert sein über dies Vielfalt der Kulturen. Das ist ein Grund, warum Leute Extremisten und Rassisten werden. Sie sind in ihrem kleinen Kreis gefangen. Sie vergessen, dass sie von den Unterschieden so viel lernen können. Wenn Du etwas Fremdes in deinem Leben siehst, dann setze Dich damit auseinander. Du wirst überrascht sein, wie viel du davon lernen kannst. Das funktioniert mit Musik genauso. Manchmal sagen Leute: `Ich mag diese Musik nicht`, aber sie kennen sie überhaupt nicht. Jede Musik ist hat etwas Wunderbares. Du musst es nur finden. Das macht Deine Sprache

 

Das klingt nach einem interessanten Leben mit viel Abwechslung.

Richard Bona: Das ist es, definitiv. Es könnte nicht besser sein. Ich fühle mich wie der glücklichste Mensch auf dem Planeten. Ich mache das, was ich am meisten mag: Ich reise und treffe Leute und lerne verschiedene Kulturen kennen. Ich lerne viel über die Welt.

 

Vielen Dank für das Interview.

 

Richard Bona´s Website http://www.richard-bona.com/