Playalongs und Videos mit Youtube langsamer abspielen

 

 

YouTube ist eine feine Sache und gerade zum Bass-Üben manchmal nicht mehr wegzudenken.

Manchmal gibt es jedoch das Problem, dass die Stücke einfach einen kleinen Tick zu schnell sind um gut mitzuspielen zu können. Die traditionelle Methode ist hier, dass stück mit dem Metronom in einer Geschwindigkeit zu spielen die gut machbar ist und dann das Tempo langsam zu erhöhen.

Es gibt aber auch bei YouTube die Möglichkeit Videos langsamer abzuspielen. Die Tonhöhe bleibt hier gleich.

Klicke zunächst auf das Zahnrad rechts unten.

 

Bass üben mit YouTube Schritt 1

 

 

 

 

 

 

 

Es öffnet sich ein Bedienfeld. Klicke hier auf Geschwindigkeit.

 

Bass üben mit YouTube Schritt 2

 

 

 

 

 

 

 

Hier kannst du einstellen ob das Video in der Standardgeschwindigkeit, schneller oder Langsamer abgespielt werden soll.

Bass üben mit YouTube Schritt 3

 

 

 

 

 

 

 

Wenn du die Geschwindigkeit auf 0.75 einstellst, kann das gerade beim lernen von Basslinien eine Möglichkeit sein mit dem Song zu spielen. Das Ganze klingt dann zwar manchmal ein wenig psychedelisch, aber das kann ja auch ganz lustig sein 😊

Gefällt dir der Blog? Ich freue mich über Deine Hilfe bei der Verbreitung 🙂

Interview mit Richard Bona

2006 traf ich Richard Bona am Rande des Enjoy Jazz Festival. Der Ausnahmebassist hatte bis dahin  gemeinsam mit Joe Zawinul, Mike Stern, Bobby Mc Ferrin, Herbie Hancock und Harry Belafonte gespielt, um nur Einige zu nennen. Darüber hinaus hatte der “Sting Afrikas“ mit „

 

 

Du hast schon sehr früh begonnen Musik zu machen.

Richard Bona: Ich bin in Kamerun geboren, meine Eltern waren Musiker. Ich wuchs mit viel Musik auf und begann Musik zu machen, als ich 3 Jahre alt war.

 

Ein sehr frühes Alter.

Richard Bona: Ich bin in einer schönen Landschaft geboren. Es gab dort nicht viele Attraktionen, kein Fernsehen und Videospiele. Man konnte nur Fußball spielen oder Musik machen und Musik hat mich am meisten interessiert, da meine Eltern Musik gemacht haben.

 

Mit welchem Instrument hast du begonnen?

 Richard Bona: Ich begann mit dem Balafon, das ist ähnlich dem Marimbafon.

Wann hast du angefangen Gitarre zu spielen?

Richard Bona: Als ich sieben war wechselte ich zur Gitarre. Ich habe einen Touristen mit einer akustischen Gitarre gesehen, der durch unser Dorf kam. Da habe ich mir meine erste Gitarre selbst gebaut.

 

Und wann bist du dann zu Bass gewechselt?

Richard Bona: Als ich 17 war. Ich war zu der Zeit bereits professioneller Gitarrist. Ein Franzose kam zu mir, der einen Jazzclub eröffnen wollte. Er wollte mich engagieren und hörte sich meine Band an. Wir spielten aber keinen Jazz sondern afrikanische Popmusik. Er sagte zu mir `Ich eröffne einen Jazzclub und dafür brauche ich eine Jazzzband`. Ich sagte zu ihm: ´Ich habe keine Ahnung was das für Musik ist, aber wenn Du mich engagierst, werde ich die Musik lernen.`

Ich ging zu ihm nach Hause, wo er eine große Jazzplattensammlung hatte. Er sagte zu mir: `Such dir eine aus, die Du hören willst.` Ich zog eine heraus und es war Jaco`s (Jaco Pastorius) Portrait of Tracy. Da waren 400 LP ´s und ich zog diese heraus.


 

Das war der Punkt, an dem du angefangen hast Bass zu spielen?

Richard Bona: Das war das erste Mal als ich Jaco hörte. Das war der Grund, warum ich angefangen habe Bass zu spielen.

 

Hast du den Job dann bekommen?

Richard Bona: Ja, den habe ich dann bekommen. Wir spielten nur Songs von Jaco.

 

Das ist natürlich eine super Schule.

 

Richard Bona: Ja! Wir spielten das jeden Abend.

 

Danach bist du nach Europa gekommen. Zunächst nach Düsseldorf, oder?

Richard Bona: Ja ich war kurz in Düsseldorf. Aber es war schwierig dort Connections zu bekommen.

Ich bin aus einem Land in dem französisch gesprochen wird. Deswegen bin ich dann nach Frankreich. Es gibt dort mehr Leute aus Kamerun. Dort blieb ich für 6 Jahre und ging dann nach New York.

 

Was war der Grund für dich nach New York zu ziehen?

Richard Bona: Ich bin ein Player. Die Leute denken viel in Europa. Das ist ein kultureller Unterschied. Sie wollen die Dinge richtig machen und denken eher darüber nach. Ich liebe es die Dinge einfach zu tun und zu spielen. Ich will nicht so viel über die Projekte nachdenken. Ich brenne darauf zu spielen. Das ist eben ein kultureller Unterschied.

 

Was war Dein erstes Engagement in New York?

Richard Bona: Mein erstes großes Engagement war bei Joe Zawinul. Zuvor hatte ich in ein paar Clubs gespielt.

 

Ich nehme an, dass es ist nicht leicht ist, als Musiker einen Fuß in New York auf den Boden zu bekommen.

Richard Bona: Ich weiß nicht. Es war nicht schwierig für mich. Aber ich kann nur für mich sprechen. Als ich nach New York ging, spielte ich zwei Wochen später mit Joe Zawinul, dann mit Randy Brecker, mit Larry Corell und war einen Monat nachdem ich in New York angekommen war Musical Director von Harry Belafonte. Ich hatte nie das Gefühl, dass es wirklich hart war.

 

Eins ergab das Andere.

Richard Bona: Ja, nach ein oder zwei Monaten musste ich Jobs ablehnen. Ich war kein Millionär, aber ich habe das gemacht was ich wollte. Alles andere kam dann nach und nach. Ich spielte dann mit Chaka Kahn, David Sanborn, Bobby Mac Ferrin, Herbie Hancock, Mike Stern und so weiter. All das hat sich ganz natürlich entwickelt. Ich glaube für mich war es einfach, weil New York zu mir passte. Alle Leute mit denen ich spielen wollte waren dort.

 

Wie kam es dann zu deiner ersten CD?

Richard Bona: Columbia (Records) kam zu mir und wollte mich unter Vertrag nehmen. Ich hatte einige Songs geschrieben, aber wollte keine Platte herausbringen, bevor ich ein gutes Angebot hatte. Ich war ein sehr beschäftigter Sideman. Ich wollte keine Solokarriere starten, bevor ich ein sehr gutes Angebot hatte.

 

Wie komponierst du?
Richard Bona: Ich spiele viele Instrumente und das Schreiben fällt mir leicht. Es stockt manchmal, wenn ich ein Instrument länger als zwei Stunden spiele. Dann muss ich wechseln. Ich kann kein Instrument länger spielen. Nicht einmal Bass. Der schwierigste Part sind immer die Texte.

 

Deine CD ´s klingen auch immer nach Afrika.

Richard Bona: Die Musik muss nach Dir klingen. Die meisten Leute hören mich als Sideman von Joe Zawinul, Mike Stern, Randy Brecker oder so und stempeln mich als Jazzmusiker ab. Ich habe aber einen großen Background an Musik, den ich nicht ausradieren kann. Er ist in mir und ich kann ihm nicht entkommen. Ich bin Richard Bona. Ich habe die Möglichkeit gehabt von vielen Musikern zu lernen. Ich bin nicht dazu gemacht dasselbe über viele Jahre hinweg zu machen. Ich brauche Abwechslung. Auch mit meiner eigenen Band. Ich toure eine Weile und dann mache ich etwas anderes.

 

Abwechslung ist für Dich das Wichtigste.

Richard Bona: Ich will immer verschiedene Sachen hören. Das ist auch bei meiner Musik so. Die Sachen sind live anders als auf der Platte. Dieselben Dinge langweilen mich schnell – das ist meine Natur.

 

Du bist in Afrika geboren, hast in Europa gelebt und bist jetzt in Amerika. Wo fühlst Du Dich zuhause?

Richard Bona: Mein zuhause ist die Welt. Ich fühle mich nicht wie ein Fremder hier, ich fühle mich hier zuhause. Ich habe als Musiker die Aufgabe hinauszugehen und dafür zu sorgen, dass die Leute sich gut fühlen. Schau dir Picasso an, er gehört auch nicht zu einem Land. Mozart auch nicht. Sie sind freie Geister. Sie berühren überall die Herzen der Menschen. Musik hat keine verschiedene Sprachen und kennt keine Grenzen. Musik ist immer spirituell. Ich war in Südkorea und habe mit Leuten gejammt. Ich kannte sie nicht und wir sprachen nicht die gleiche Sprache. Wir spielten zusammen, danach tranken wir gemeinsam ein Bier und tauschten Telefonnummern aus. Wir waren Freunde geworden. Das passiert nicht im realen Leben. Wenn ich ihm auf der Straße begegnet wäre, hätte ich ihn nicht gesehen. Aber mit Musik sind wir wie Brüder. Musik ist so stark und verbindet Menschen. Deswegen denke ich alle Menschen sollten Musik machen. Wenn wir Musik machen, führen wir keine Kriege. Mein Großvater erzähle mir: `Wenn du Musik machst, bist du ein anderer Mensch` Musik hat eine spirituelle Botschaft. Sie verbindet uns mit Gott – ohne Zweifel. Sie verbindet Dich mit einer höheren Kraft. Manchmal hörst Du einen Song und verstehst den Text nicht. Ich mache mir dann meine eigene Geschichte, die anders als der Text ist. Das führt mich irgendwo hin. Es erinnert mich zum Beispiel an Irgendjemanden. Mein Leben ist direkt mit Musik verbunden.

 

Du unterrichtest auch in New York.

Richard Bona: Ich unterrichte an der New York University.

 

Was sagst du deinen Studenten was das Wichtigste ist, um ein guter Bassist zu werden?

Richard Bona: Das Wichtigste ist die Leidenschaft für das was sie tun wollen. Auch wenn es keine Musik ist. Sei sicher, dass du liebst was du machst. Das ist der einzige Weg wie du besser wirst.

Wenn Du ein Kind unterrichtest das es liebt zu kochen, lass es Koch werden. Du wirst das Kind nicht dazu bringen Bundeskanzler von Deutschland zu werden. Falls Du es doch schaffst, wird es den Job nicht gut machen. Leidenschaft ist alles.

 

Ich denke, die meisten Studenten die zu dir kommen wollen Musiker werden.

Richard Bona: Ja, aber manchmal ist es keine richtige Leidenschaft. Ich sage ihnen: `Wenn Du Musik machst um gut auszusehen oder so, dann solltest Du nicht in meiner Klasse sein. Ich weiß, das hört sich hart an. Ich will mit Leute arbeiten, die wirklich Leidenschaft für die Musik haben. Wir spielen dann eine Menge.

 

Unabhängig von Stilistiken, nehme ich an.

Richard Bona: Ich lehre sie Alles, was ich weiß. Sie sollten auch ALLES was sie mögen zu spielen lernen: Bass, Gitarre, Klavier. Auch wenn es nicht ihre Instrumente sind, sollen sie es übertragen. Sie sollen alles spielen, und nicht faul sein. So werden sie gut. Ein Student meinte einmal zu mir. `Das ist zu hart jeden Tag zu spielen.` Ich sagte daraufhin: `Ja, du isst jeden Tag, dann kannst du auch jeden Tag spielen.` Es ist auch wichtig, die verschiedensten Stile auszuprobieren. Wie im Leben auch. Durch die Verschiedenartigkeit lernst du mehr. Wenn alle deine Freunde im gleichen Land wie du geboren sind, lernst du nicht so viel. Sie sprechen alle die gleiche Sprache, essen alle das gleiche Essen und so weiter. Wenn du zum Beispiel Leute aus Indien kennen lernst, werden sie dir zeigen, wie sie essen, wie sie sprechen und vieles mehr. Du wirst begeistert sein über dies Vielfalt der Kulturen. Das ist ein Grund, warum Leute Extremisten und Rassisten werden. Sie sind in ihrem kleinen Kreis gefangen. Sie vergessen, dass sie von den Unterschieden so viel lernen können. Wenn Du etwas Fremdes in deinem Leben siehst, dann setze Dich damit auseinander. Du wirst überrascht sein, wie viel du davon lernen kannst. Das funktioniert mit Musik genauso. Manchmal sagen Leute: `Ich mag diese Musik nicht`, aber sie kennen sie überhaupt nicht. Jede Musik ist hat etwas Wunderbares. Du musst es nur finden. Das macht Deine Sprache

 

Das klingt nach einem interessanten Leben mit viel Abwechslung.

Richard Bona: Das ist es, definitiv. Es könnte nicht besser sein. Ich fühle mich wie der glücklichste Mensch auf dem Planeten. Ich mache das, was ich am meisten mag: Ich reise und treffe Leute und lerne verschiedene Kulturen kennen. Ich lerne viel über die Welt.

 

Vielen Dank für das Interview.

 

Richard Bona´s Website http://www.richard-bona.com/

Gefällt dir der Blog? Ich freue mich über Deine Hilfe bei der Verbreitung 🙂

Deine Fragen im Interview?

Gleich 2 Bassisten haben neue Alben im Herbst herausgebracht und Ich habe die Ehre diese für das Bassquarterly Magazin zu Interviewen. Du hast dich Chance mit dabei zu sein. Was würdest du Fragen? Schicke mir deine Fragen an hallo@thomasbugert.de. Wenn ich es einrichten kann baue ich deine Fragen mit ein.

Das erste Interview ist mit Dieter Ilg.
Nach seiner erfolgreichen CD „Mein Beethoven“
Gibt es jetzt das Nachfolge-Album B-A-C-H.
Mit den „Standards“ von Johann Sebastian Bach.
Viele Jazzmusiker haben Bach Interpretiert. Meiner Meinung ist es wenigen so gut gelungen wie Dieter Ilg mir seinem Trio

Das zweite Interview ist mit Omar Rodriguez Calvo vom Tingvall Trio.
Ich hier gibt es mit Cirklar ein sehr hörenswertes Album.
Durch die Kontraste von Powerplay und Lyrik die zu einer Einheit verschmelzen, ist es ein hörenswertes Album mit dem Potential in Dauerschleife gehört zu werden.

Viel Spaß beim reinhören und ich freue mich auf Interessante Fragen 🙂
[wp-rss-aggregator]

Gefällt dir der Blog? Ich freue mich über Deine Hilfe bei der Verbreitung 🙂

Lagenwechsel und Intonation üben Teil 1

Lagenwechsel und Intonation sind auf dem Kontrabass und dem Fretless Bass immer ein heikles Thema. Hier gibt es aber auch gezielte Übungen um die nötige Sicherheit zu erlangen.

Als Auftakt zu einer kleinen Workshopreihe gibt es jetzt zwei Videos die dir beim Bass üben helfen sollen.Im ersten Teil stelle ich dir ein einfaches Konzept vor um Lagenwechsel auf dem Kontrabass uns E-Bass zu üben. Auch wenn es in erster Linie für Kontrabass ist, kann man das Prinzip auch verwenden um die Lagensicherheit beim E-Bass spielen zu verbessern.


 

Damit das nicht zu trocken und theoretisch ist, gibt es auch noch ein zweites Video mit dem du das ganze üben kannst und gleichzeitig eine Intonationskontrolle hast. Mit diesem Playalong kannst du bequem zu Hause deine Intonation Verbessern.

Spiele zunächst ganze Noten wie im Notenbeispiel. Wenn das sicher klappt, kannst du die rhythmischen Akzente der Bassdrum mitspielen.
Viel Spaß beim Kontrabass lernen, üben und spielen. 🙂

 

 

Gerade um Tonleitern und Akkorde gezielt zu üben, gibt es auch eine App.

 

 

 

 

Interesse an mehr Infos rund um das Bass spielen?
Trage dich hier für meinen Newsletter ein und verpasse keine Infos mehr

Gefällt dir der Blog? Ich freue mich über Deine Hilfe bei der Verbreitung 🙂

Was du von Scott LaFaro lernen kannst

Scott LaFaro gilt als einer der erneuerer des Kontrabasspiels.

Er war ein Virtuose auf dem Kontrabass und beschrieb neue Wege.

Was war aber das neue in seinem Spiel?

Warum ist er heute noch wichtig?

Und…

Was bringt mir das für mein Bassspiel?

 

Antworten auf ein Paar dieser Fragen findest du in meinem YouTube Tutorial.

[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=DjixCbdltYA[/embedyt]

Weiter praktische Tipps gibt es in meinem E-Book: LaFaro Workshop. (7 Seiten )

Für sagenhafte 2€ 😊




 

 

 

 

 

 

Oder hole die das Komplettpaket

E-Book LaFaro WS (7 Seiten) + E Book LaFaros Jazzbass Neuerungen (23 Seiten)

Für 5 €

 





 
Übrigens….
Der LaFaro ist ein Kapitel des Buchs „The Bassmasters“

Das gibt es als Printverson bei Amazon.

Mehr Infos hier

 

 

Interesse an mehr Infos rund um das Bass spielen?
Trage dich hier für meinen Newsletter ein und verpasse keine Infos mehr

Gefällt dir der Blog? Ich freue mich über Deine Hilfe bei der Verbreitung 🙂

Autumn Leaves (monatural) Scott LaFaro Transkription

Scott LaFaro gilt bis heute als einer der wegweisendsten Kontrabassisten.

Aber warum ist das so?

Nächsten Monat gibt es hier ein Special über ihn.

Als kleinen Appetizer gibt es hier schon einmal eine Transkription von Ihm.

 

Viel Spaß beim Kontrabass lernen, üben und spielen. 🙂

Interesse an mehr Infos rund um das Bass spielen?
Trage dich hier für meinen Newsletter ein und verpasse keine Infos mehr

Gefällt dir der Blog? Ich freue mich über Deine Hilfe bei der Verbreitung 🙂

Transparenter Bandsound

 

Wenn sich alle in der Band gut hören, dann groovt die Band automatisch besser und das Spielen macht auch mehr Spaß. Eigentlich ganz einfach! In der Praxis ist das meist leider nicht so. Gesegnet sind die Bands mit eigenem Tontechniker und seperatem Monitormix – für jeden Musiker. Dies bedeutet jedoch einen enormen technischen und finanziellen Aufwand.

 

 

In diesem Post will ich darum der Frage nachgehen wie man durch eine Geschickte Aufstellung der Band seine Mitmusiker am besten hört und von diesen gehört wird.

Hier will ich gezielt auf das Herz der Band eingehen. Die Rhythmusgruppe. Meist mit der Besetzung Schlagzeug, Akkordinstrument (Klavier / Gitarre) und natürlich dem Bass.

Zunächst stellt sich mir die Frage: Wie war das eigentlich in der Zeit, in der es noch nicht soviel Technik gab? Bekanntlich gab es ja schon vor der „Unplugged-Welle“ Jahrhunderte lang Musiker, die ohne Verstärkung auskommen mussten. Hier lohnt sich ein genauerer Blick. Jazzbands sind zum Beispiel ein super Studienfeld. Im Gegensatz zur „Popband-Aufstellung“, bei der das Schlagzeug in der Mitte von Gitarre und Bass ist, sind die Drums hier nicht in der Mitte sondern am Rand. Die zentrale Position wird fast immer vom Bass ausgefüllt. Rechts und links davon befinden sich das Schlagzeug beziehungsweise Klavier/Gitarre. Hier ist die so oft verwendete Floskel vom „Bass als Bindeglied“ auch in der optischen Realität umgesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

Bass besser hören und einfacher Intonieren

Durch diese Positionierung  ergeben sich meiner Meinung nach zahlreiche Vorteile. Zunächst einmal ist der Bass möglichst nahe bei allen anderen Instrumenten der Rhythmusgruppe wie Gitarre / Klavier und Schlagzeug. Damit ist er auch auch meist besser von allen zu hören. Gleichzeitig hat der Bassist die wichtigsten Mitstreiter direkt neben sich. Das Akkordinstrument  ist erfahrungsgemäß klarer zu hören, wenn dazwischen kein Schlagzeug steht – was sich besonders positiv bei allen Kollegen auswirkt die intonieren müssen. Eben dieses wird einfacher und alle in der Band freuen sich darüber! Gleichzeitig steht man auch näher am Schlagzeug und bekommt das Timing des Drummers besser mit. Im Optimalfall steht der Bassist noch auf der Hi-Hat-Seite des Schlagzeugers. Das bringt erneut eine Menge von Vorteilen. Denn so ist man möglichst nahe an dem Teil des Schlagzeuges, welches maßgeblich für das Timing und die Phrasierung zuständig ist. Darüber hinaus ist es meist einfacher einen Blickkontakt mit dem Kollegen zu halten, da die meisten Drummer automatisch eher ein wenig in Richtung Hi-Hat gedreht sitzen. Zu guter Letzt hat man auch einen besseren Blick auf die Bass-Drum, da diese nicht von der Stand-Tom verdeckt wird. Allerdings kann es auch praktisch sein, auf der Seite des Ride-Beckens zu stehen, wenn dieses, wie zum Beispiel beim Jazz, durchgängig  gespielt wird.

 

An dieser Stelle wird schon klar, dass es eine Fülle von Faktoren gibt, die den Bandsound und das gemeinsame Hören und Grooven beeinflussen. Es gibt natürlich keine amtliche Lösung, die für alle Bands und Situationen passt. Ich denke, man sollte aber sensibel für die Problematik sein und den Aufbau nicht nur nach dem Gesichtspunkt „Wie sieht es am coolsten aus“ gestalten. Live ist das natürlich immer zusätzlich von den örtlichen Gegebenheiten und vielen anderen Faktoren abhängig  (kleine Bühne zwischen Toilette und Bar und ähnliche andere Kuriositäten). Hier gilt es auch immer kreativ zu  bleiben.

 

 

 

 

Stehende Wellen

Für den Proberaum lohnt es sich jedenfalls, mit dieser (Jazz-)Aufstellung zu experimentieren. Auch oder gerade wenn die Band schon seit Jahren im gleichen Proberaum probt, kann durch Umstellen doch einiges Neues gehört werden. Da die meisten Proberäume leider quadratisch, praktisch, gut  sind – sprich, parallele Wände haben, kann es leicht passieren, dass gerade im Bassbereich so genannte „stehende Wellen“ auftreten. Diese entstehen immer dann, wenn sich Schwingungen zwischen zwei Wänden aufschaukeln oder auslöschen..  In der Praxis merkt man das daran, dass einzelne Töne auf einmal lauter sind als andere. Dies lässt sich meist umgehen, indem man den Verstärker ein wenig auf die Seite dreht. Weiterhin ist es für den Bassound oft von Vorteil, wenn der Verstärker nicht direkt an der Wand steht oder in der Ecke. Beides sorgt leicht für einen wummerenden Sound. Hilfreich kann auch sein, wenn die Lautsprecherbox etwas erhöht oder schräg steht steht. So werden nicht die Knie sondern die Ohren beschallt.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Post einige neue Anregungen zur Aufstellung und zur Schaffung eines transparenten Bandsounds bieten. Es gibt vieles rund um das Bassspielen und Bass üben über das man nachdenken kann.

 

Viel Spaß beim Kontrabass lernen, üben und spielen. 🙂

Interesse an mehr Infos rund um das Bass spielen?

Trage dich hier für meinen Newsletter ein und verpasse keine Infos mehr

 

Gefällt dir der Blog? Ich freue mich über Deine Hilfe bei der Verbreitung 🙂

Bass üben

Wer übt fällt seinen Bandkollegen in den Rücken. Oder?

Kaum ein Thema in der Musik wird so ausgeblendet wie das Üben.

Ist Üben nicht etwas für Langweiler?

Soll ich überhaupt üben. Und wenn ja was?

In diesem Workshop will ich Euch ein paar Gedanken zum Thema Üben vorstellen.

Da Üben so individuell ist wie jeder Mensch, sollen diese Gedanken nicht als Weisheit letzter Schuss angesehen werden, sondern eher zum Nachdenken anregen.

Eins vorweg: Ich finde  Bass Üben nicht verwerflich, sonst würde ich diesen Workshop ja auch nicht schreiben. Neben einer Unzahl von anderen Gründen finde ich folgende zwei für mich am Wichtigsten.

Musik ist für mich ein spannendes Feld, auf dem es unendlich viel zu entdecken gibt. Da ich das auch gerne umsetzen will, ist Üben ein guter Weg dahin.

Des weiteren glaube ich, dass man leicht dazu verfällt, sich selbst zu langweilen. Üben von neuen Dingen  hält davon fern.

 

Klar, es gibt eine Menge Techniken wie Slappen, Doublethumbing, Sweeping  und so weiter.

Für mich sind drei zentrale Dinge wichtig:

  • Soundvorstellung
  • Umsetzung / Technik
  • Basics (Rhythmik, Skalen, Akkorde )

 

Ein Bekannter meinte einmal zu mir: „Mit dem Üben ist es wie mit dem Zähne putzen. Das macht man auch nicht einmal in der Woche zwei Stunden lang.“ Das trifft den Nagel schon ziemlich auf den Kopf.

Ich denke, dass abgesehen von einem ungestörten Platz zum Üben, vor allen Dingen die Kontinuität zum Erfolg führt.

Genau wie beim Sport oder bei der Lebensplanung sollte man sich kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele setzen. Das hört sich einfach an, ist aber im Detail meist gar nicht so einfach. Die Kunst besteht darin, die Ziele so zu wählen, dass man sich weder unter-  noch überfordert.

 

Wenn ich mir im Klaren bin, wie viel Zeit ich habe, sollte ich für diese Zeit am besten einen ruhigen, möglichst angenehmen Platz haben, an dem ich werde von meinem Telefon noch von E-mails und Ähnlichem abgelenkt werde. Die Zeit teile ich dann in drei Teile.

  • Basics
  • Repertoire
  • Rumdudeln, Heraushören von Stücken, Grooves

 

Basics

Als Basics bezeichne ich alles, was in die Schublade `Grundlagen` gehört: Akkorde, Tonleitern usw.

Habe ich da eben ein „Langweilig!“ gehört? Langweilig wird es, wenn man es langweilig übt. Eine Tonleiter mal schnell heruntergenudelt ist natürlich langweilig. Spiele doch aber einmal eine C-Durtonleiter bei 40 bpm (Beats per Minute) im exakten Timing, so dass jeder Ton wirklich geil klingt!

Spiele danach die gleiche Tonleiter in Terzen, bzw. nach dem Strickmuster `zwei vor – eins zurück`.  (C-E-D-F-E-G- usw. )

Danach mit verschiedenen Grooves und Artikulationen. (z.B.: kurz, kurz, lang). Das Gleiche kann man mit Molltonleiteren sowie Dur Moll und verminderten Dreiklängen machen. Hierfür habe ich immer 12 Karteikarten auf meinem Notenständer (je eine mit jedem Ton ). So nehme ich jeden Tag eine neue Karteikarte. Ist auf der Karte dann zum Beispiel ein `G`, spiele ich zum Einspielen heute alles in der Tonart `G` (Tonleiter in G – Dur, G- Moll). Dann kommt die Karte nach hinten. So übe ich nach und nach wirklich alle Tonleitern und Akkorde.

 

Repertoire

Ein weiterer Baustein sind aktuelle Stücke, die ich gerade in einer Band spiele. Hier lohnt es sich, auch diese nicht von vorne bis zum Ende durchzuspielen, sondern in Einzelteile zu zerlegen.

Groovt der Strophen – Teil wirklich? Im Multimediazeitalter ist es wirklich kein Hexenwerk sich selbst zu Testzwecken aufzunehmen. Das bringt doch oft erhellende neue Ansichten! Bei Problemstellen reduziere ich diese gerne auf das Notwendigste und das möglichst geringste Tempo. Das Ganze wird dann fast zu einer Art Meditationsübung. Wichtig finde ich dabei auch Pausen. So finde ich es wichtig, nach einem zweitaktigem Groove zum Beispiel einen Takt Pause zu lassen, um mich neu zu sammeln.


Rumdudeln /Heraushören

Was natürlich bei dem ganzen Üben nicht vergessen werden darf: Es geht um das Bass spielen nicht um das Bass arbeiten. Sprich: Das Ganze soll Spaß machen. So sollte auch immer genügend Platz zum sinnfreien Spiel, Experimentieren und Heraushören von Stücken und Grooves (was macht der denn da Geiles?) sein.

 

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Workshop einige neue Anregungen zum Thema Üben bieten. Im Detail gibt es ja jede Menge Fachliteratur und DVDs.  Natürlich freue ich mich über Meinungen und Feedback: hallo@thomasbugert.de

Gerne helfe ich dir auch bei der Erstellung deines individuellen Übeplans !

 

 

Viel Spaß beim Kontrabass lernen, üben und spielen. 🙂

Interesse an mehr Infos rund um das Bass spielen?

Trage dich hier für meinen Newsletter ein und verpasse keine Infos mehr

Gefällt dir der Blog? Ich freue mich über Deine Hilfe bei der Verbreitung 🙂

Bass Duette

Ein Kontrabass ist cool. Zwei Kontrabässe sind noch cooler.

In diesem Sinne will ich hier heute 2 Kontrabass Duette posten.

Mal abgesehen davon das es Spaß macht so etwas zu spielen, ist es auch eine sehr gute und vor allem musikalische Art E-Bass und Kontrabass zu üben.

Quasi nebenbei verbesserst du deine Fähigkeiten im Blattspiel und Zusammenspiel.

Wer jetzt nicht gerade einen Kontrabassisten bei sich zu Hause hat muss nicht verzagen.

Hierfür gibt es Playalongs mit Einzelstimmen und beiden Stimmen zusammen.

Diese gibt es für 5 €  für beide Play Along Packs zusammen ( Das ist weniger pro Pack günstiger als ein Latte Macchiato )

Oder melde Dich zum Newsletter an und erhalte Beide Duette und die Playalong Packs gratis !!

amazing-grace scarborrough-fair

 

 

 

 

 

 

 

Wer jetzt ganz angefixt ist vom Duospiel ist, für den gibt es hier noch 3 Buchtipps.

 

Zwölf Leichte Duette von Joseph Reinagle (1762 -1836 ) verwiesen.  Das sind schöne und einfache Stücke die eigentlich für 2 Celli geschrieben wurden aber auch gut für 2 Kontrabässe funktionieren.

 

Amadeus bis Jazz

Ist hier ein wenig breiter angelegt.

 

 

Speziell für Weihnachtslieder gibt es natürlich auch etwas.

 

Viel Spaß beim Kontrabass lernen und Bass üben

Gefällt dir der Blog? Ich freue mich über Deine Hilfe bei der Verbreitung 🙂

Gedanken beim Spielen und die „wichtigsten“ Akkorde

Manchmal stellt sich ja die Frage was sich andere Musiker beim Spielen so denken.
John Goldsby und Chris Fitzgerald erzählen Ihre Gedanken die sie bei ihrer Kontrabass Duoversion von Bye Bye Blackbird hatten. Gut nachvollziehbar, da es auch eine Transkription der Aufnahme in der unteren Hälfte des Bildschirms gibt.
In der zweiten Hälfte des Videos (ab ca. 38:00) erklärt Chris Fitzgerald das Prinzip der wichtigen Akkorde in einem Song. Schön anschaulich verglichen mit einem Haus und dessen tragenden Wänden.
Besonders hilfreich ist hier das er auch erklärt wie man die „wichtigen“ von den „unwichtigen“ Akkorden unterscheiden kann.
Ein YouTube Video zum Bass lernen das meiner Meinung nach absolut aus der Masse heraussticht.

Interesse an mehr Infos rund um das Bass spielen?

Trage dich hier für meinen Newsletter ein und verpasse keine Infos mehr

 

Gefällt dir der Blog? Ich freue mich über Deine Hilfe bei der Verbreitung 🙂